Warum meine Meinung zu Freebies zwiespältig ist und warum ich sie dennoch empfehle.

Im Grunde liebe ich Freebies.

Nicht, weil ich finde, dass jede Selbstständige unbedingt noch ein weiteres PDF erstellen sollte.

Und auch nicht, weil ein Freebie automatisch dafür sorgt, dass sich deine Newsletter-Liste über Nacht füllt.

Sondern weil ein gutes Freebie ein schöner erster Einstieg in dein Business sein kann.

Ein Freebie kann zeigen, wie du denkst.

Wie du erklärst.

Wie du ein Problem löst.

Wie du Menschen abholst.

Und ob du, dein Wesen, deine Art, überhaupt zur Leserin oder Teilnehmerin deines Kurses passt.

Für mich ist ein Freebie deshalb nicht einfach nur ein Geschenk.

Es ist ein erster Kontaktpunkt.

Und es ist: ein Filter.

Gerade für introvertierte Selbstständige kann das sehr wertvoll sein. Denn ein Freebie kann dich zeigen und für dich sprechen, ohne dass du ständig präsent und sichtbar sein musst.

Aber genau da liegt auch die Herausforderung.

Viele Freebies werden nämlich nie fertig.

Nicht, weil die Idee schlecht wäre oder das Wissen fehlt.

Sondern weil das Freebie oft viel zu groß, viel zu kompliziert und zu perfekt werden soll.

Du startest mit deinem Freebie. Und dann bleibt es liegen.

Als Notiz, als halb fertige Canva-Datei, als Google Doc, als PDF-Entwurf. Oder nur als Idee im Kopf.

Es wandert in die berühmte Schublade und bringt dort gar nichts.

Deshalb sage ich:

Ein Freebie muss nicht groß und umfangreich sein.

Es sollte ein kleines Problem deiner Kundin lösen. Nur ein einziges!

Und es muss nicht perfekt sein.

Aber es darf (endlich) fertig werden.

 

Warum viele Freebies nie online gehen

Du kennst das bestimmt auch: Du möchtest ein Freebie erstellen und überlegst erst einmal, was du als Freebie anbieten könntest.

Etwas, das leicht umzusetzen ist für dich.

Meist wirst du Canva öffnen und überlegen, was du möglichst einfach und schnell erstellen könntest.

Eine Checkliste?

Ein Workbook?

Ein kleines eBook?

Eine Vorlage?

Oder doch lieber ein Quiz, ein Video, vielleicht sogar ein kleiner Kurs oder etwas ganz anderes???

Du entscheidest dich für eine Sache.

Doch dann kommen die bohrenden Fragen, die alle nur zu gut kenne:

Ist das Thema gut genug?

Ist das zu wenig Inhalt, zu viel Inhalt?

Brauche ich noch mehr dazu?

Sollte ich anstatt „nur“ eine Checkliste doch lieber ein Workbook machen?

Oder doch lieber einen Mini-Kurs?

Und wie liefere ich das Ganze dann aus?

Da brauche ich doch eine komplette E-Mail-Serie …

… und eine Landingpage …

… und wie kann ich damit dann überhaupt Geld verdienen?

Und plötzlich ist aus einer einfachen Freebie-Idee ein kleines Mammutprojekt geworden.

Das ist genau der Punkt, an dem viele aussteigen.

Nicht bewusst, also nicht „offiziell“. Denn sie sagen nicht: „Ich mache das Freebie nicht.“

Sie schieben es nur vor sich her. Immer weiter. Auf nächste Woche. Auf „nach dem nächsten Kundentermin“. Auf eine „ruhigere“ Phase. Auf „wenn ich endlich mehr Zeit habe“.

Und so geht das Freebie nie online.

 

Ein Freebie muss nicht alles können

 

Ich glaube, einer der größten Denkfehler ist: Das Freebie soll zu viel leisten.

Es soll beeindrucken, einzigartig sein und wunderschön aussehen, es soll richtig viel Mehrwert liefern, sofort Vertrauen aufbauen, die perfekte Wunschkundin anziehen und am besten auch schon gleich verkaufen.

Kein Wunder, dass viele Selbstständige gar nicht erst fertig werden.

Aus meiner Sicht muss ein Freebie nicht all das können.

Es muss vor allem eine klare Aufgabe haben:

Es darf ein kleines Problem lösen oder eine Erkenntnis auslösen.

Es kann eine neue Perspektive schenken und einen ersten Schritt ermöglichen.

Oder es kann zeigen: So arbeite ich. So denke ich. So begleite ich (dich).

Das reicht oft schon vollkommen aus.

Ein gutes Freebie muss nicht riesig sein.

Es muss einfach passen.

 

Mein eigenes Beispiel: FREEBIE-STRESS ADE!

 

Ich habe in den letzten Wochen gleich drei neue Freebies erstellt.

Und eines davon ist FREEBIE-STRESS ADE!

Der Gedanke dahinter war ganz einfach:

Viele Selbstständige denken bei einem Freebie immer noch zuerst an ein PDF zum Download. Das ist auch völlig okay.

Aber ganz ehrlich? So ein PDF-Download wirkt auch ein wenig nüchtern.

Die neue Abonnentin trägt sich ein, bekommt eine E-Mail, klickt auf einen Link, lädt ein PDF herunter – und dann?

Du ahnst nicht, wie viele solcher PDFs auf meiner Festplatte liegen! Nicht, weil sie mich nicht interessieren. Sondern weil sie oft viel zu groß gemacht sind, zu viele Seiten zum Lesen. Und weil oft viel zu viel hineingepackt ist. Also warten diese Freebies geduldig auf meiner Festplatte.

Vielleicht lese ich sie noch. Eventuell vergesse ich sie aber auch.

Deshalb möchte ich mit meinem Freebie FREEBIE-STRESS ADE! einen anderen Weg zeigen.

Was wäre, wenn ein Freebie nicht nur ein Download ist, sondern ein kleiner Empfangsbereich?

Ein liebevoll gestalteter Ort, an dem die neue Abonnentin ankommt.

Mit einer herzlichen Begrüßung, einem Foto, einem Audio oder einem Video.

Ich übergebe das Freebie persönlich mit einem passenden weiterführenden Hinweis.

Und gebe meinen neuen Newsletter-Leserinnen das Gefühl: Hier hat sich jemand wirklich Gedanken und Mühe gemacht, mich willkommen zu heißen.

Daraus ist FREEBIE-STRESS ADE! entstanden. Nicht als riesiger Kurs, sondern als kleiner Impuls, der zeigt:

Dein Freebie kann einfach mehr sein als „Hier ist dein PDF, lade es dir herunter“.

Es darf ein kleiner Raum zum Kennenlernen sein.

Und weil ich Dinge, die mir bei meinen Kundinnen auffallen, gerne direkt anspreche:

Es ist ein Raum, um dich deinen potenziellen neuen Kundinnen persönlich zu zeigen.

Damit du dich nicht länger kamerascheu oder ängstlich bequem hinter einem PDF versteckst!

Denn nur so kannst du wirklich Vertrauen aufbauen. Persönlich. Authentisch.

Das ist meine Meinung.

 

Warum ich Freebie-Auslieferung anders denke

 

Mir geht es dabei nicht darum, alles komplizierter zu machen.

Im Gegenteil. Ich möchte es vereinfachen.

Denkst du bei der Freebie-Auslieferung sofort an lange E-Mail-Automationen, komplizierte Technik oder teure Kursplattformen?

Das kann man alles machen.

Aber für viele meiner Kundinnen ist genau das der Punkt, an dem sie hängen bleiben.

Sie haben vielleicht eine gute Freebie-Idee. Sie könnten auch den Inhalt erstellen. Aber dann kommt die Technik mit

Landingpage, Danke-Seite, Auslieferung, E-Mail, Download-Link, Automationen, E-Mail-Serie, Design, Datenschutz-Hinweise, weiterführende Angebote.

Und schon ist wieder alles viel größer, als es am Anfang gedacht war.

Deshalb finde ich einfache Lösungen so wertvoll.

Ein Freebie darf technisch schlank sein.

Es darf pragmatisch sein und es darf mit vorhandenen Tools (wie zum Beispiel Canva) entstehen, statt schon wieder ein neues System lernen zu müssen.

Das ist der Unterschied zwischen

„Ich müsste dringend mal ein Freebie erstellen.“ 

und

„YUCHU! Mein Freebie ist online.“

 

Ein Freebie darf auch weiterführen

 

Was ich wichtig finde, ist: Ein Freebie sollte nicht isoliert stehen.

Natürlich soll es zuerst einmal hilfreich sein. Aber es darf auch weiterführen

  • zu einem Blogartikel,
  • zum Newsletter,
  • zu einem passenden kleinen Folge-Angebot,
  • zu einem Workshop oder zu einem Kurs,
  • zu einer Community,
  • oder später auch zu einem größeren Programm.

Das gibt Orientierung und ist nicht aufdringlich, wenn es sinnvoll passt.

Es soll vermitteln: Wenn du mit mir weiterarbeiten möchtest, hier geht es lang.

So mache ich es auch mit FREEBIE-STRESS ADE! Das Freebie gibt einen ersten Impuls.

Und wer merkt: „Ja, so eine einfache Auslieferung möchte ich“, kann später auch noch tiefer in das Thema einsteigen.

 

Drei Freebies, drei unterschiedliche Wege

 

FREEBIE-STRESS ADE! ist nur ein Beispiel. Ich habe gleichzeitig noch zwei weitere Freebies erstellt.

Ein interaktives Online-Kartenset mit 52 Affirmationen für introvertierte Selbstständige.

Und einen interaktiven Social-Media-Quiz-Check mit Sofort-Ergebnis.

Alle drei Freebies sind unterschiedlich.

Alle drei Freebies sind bewusst nicht im PDF-Format.

Alle drei Freebies fordern zum Handeln und Umsetzen auf.

Das eine zeigt eine einfache Freebie-Auslieferung mit Erlebnischarakter.

Das zweite ist ein interaktives Kartenset.

Das dritte ist ein kurzer Quiz-Check.

Das ist spannender als „nur“ ein PDF.

Ich frage mich bei der Ideensuche nach einem passenden Freebie:

Was passt zu meiner Zielgruppe, meiner Wunschkundin?

Was passt zu meinem Thema und zu meinem nächsten Angebot?

Mein Freebie ist auch ein Filter

 

So ein Freebie ist nicht nur ein Geschenk. Es ist auch ein Filter. Und das meine ich positiv.

Wer dein Freebie nutzt, bekommt einen ersten Eindruck von dir.

Von deiner Sprache, deiner Art zu erklären, deiner Struktur, deiner Haltung und von deiner Energie.

Wenn jemand merkt: „Ja, das spricht mich an. Davon möchte ich mehr.“ Dann kann die gemeinsame Reise weitergehen.

Sagt jemand: „Nein, das gefällt mir nicht, das ist nicht meine Art.“ Dann ist das auch ok. Dann passt es einfach nicht. Besser früh als zu spät bemerkt.

Nicht jede Person, die sich für dein Freebie anmeldet, muss später auch Kundin werden. Und nicht jede Person passt zu dir.

Gerade bei späteren Programmen oder 1:1-Begleitungen ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen und zu kären:

Passt es persönlich?

Versteht sie mich?

Mag ich ihre Art (und sie meine?)

Wollen wir gemeinsam weitergehen?

Ich finde diesen Filter sehr wertvoll und wichtig.

Denn am Ende möchtest du nicht einfach nur möglichst viele Menschen in deiner Welt haben.

Sondern die richtigen.

 

Mein Fazit

 

Ich glaube an Freebies. Aber nicht als Pflichtübung.

Nicht als „Man braucht halt eins“ (denn du brauchst meiner Meinung nach nicht unbedingt eines!)

Ich glaube an Freebies als ersten echten Einstieg in deine Welt. Als Einladung und Orientierung. Als Filter. Zum Vertrauensaufbau und als Startpunkt für einen weiteren gemeinsamen Weg.

Dafür muss ein Freebie nicht perfekt sein.

Aber es sollte fertig werden.

Denn als Idee in der Schublade kann es nicht wirken.

Das Format deines Freebies ist dabei nicht einmal so entscheidend.

Aber wichtig ist die Frage:

Was hilft meiner Wunschkundin jetzt wirklich weiter?

Wenn du diese Frage klar beantworten kannst, wird dein Freebie nicht nur ein Geschenk. Dann wird es ein erster Schritt in deine Welt.

Also: Denke dein Freebie nicht größer, als es sein muss.

Mach es hilfreich und klar.

Mach es machbar.

Und: Mach es endlich fertig!

 

Ja, ich will FREEBIE-STRESS ADE!

Trag dich ein und starte sofort nach der Bestätigung.

*Für 0 Euro ⋅ interaktiv und sofort verfügbar ⋅ jederzeit abbestellbar. Du meldest dich zum Empfang meines Newsletters an. Du kannst deine Einwilligung in den Versand des Newsletters jederzeit widerrufen: durch einen Link in jedem Newsletter oder über die im Impressum angegebenen Kontaktdaten. Der Versand des Newsletters erfolgt entsprechend meiner Datenschutzerklärung.
Für 0 € · CLEVER SICHTBAR Impulse · mittwochs per E-Mail · jederzeit abbestellbar

Über Sabine Walters

Sabine Walters ist Business-Mentorin, Produkt-Strategin und Autorin. Mit CLEVER SICHTBAR unterstützt sie introvertierte Selbstständige dabei, aus ihrem Wissen Mini-Produkte, Bücher/eBooks, Onlinekurse und einfache Angebots- und Verkaufswege zu entwickeln – klar, ruhig und ohne Social-Media-Rumgehopse.

Ihre Stärke liegt darin, aus vorhandenen Ideen, Erfahrungen und Inhalten verkaufsfähige Produktwege zu entwickeln: von der passenden Mini-Produkt-Idee über Content-Recycling und KI-gestützte Umsetzung bis hin zur strategischen Verknüpfung einzelner Angebote in einem stabilen Online-Business.

Wenn du regelmäßig Impulse für Mini-Produkte, Produktstrategie und leise Sichtbarkeit erhalten möchtest, trag dich gerne in die CLEVER SICHTBAR Impulse ein.

Für 0 € · mittwochs per E-Mail · jederzeit abbestellbar